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Dieselkraftstoff (Diesel)

Dieselkraftstoff nach DIN EN 590 besteht vorwiegend aus verschiedenen Kohlenwasserstoffen, die mittels Destillation aus Rohöl isoliert werden. Die Fraktion mit dem Siedebereich zwischen 200 °C und 360 °C wird als Gasöl bezeichnet. Dieselkraftstoff ist ein veredeltes Gasöl. Durch Blending wird das Gasöl auf die notwendigen Parameter in der entsprechenden Kraftstoffnorm eingestellt. Neben speziellen Additiven wird auch Biodiesel beigemischt.

Die GMA ist für die Überprüfung aller Parameter der DIN EN 590 akkreditiert. Den Leistungskatalog „Analysen” können Sie außerdem hier downloaden.

Im Folgenden wird eine Auswahl von Prüfverfahren näher beschrieben:

Qualitätsprüfung: Alterungstests

Alterungstests

Mitteldestillate wie beispielsweise Heizöl EL oder Dieselkraftstoff sind auf Dauer nicht stabil, sie „altern“ unter Einwirkung von UV-Licht, Wärme, Sauerstoffeintrag und Buntmetallen.

Bei längerer Lagerung von Heizöl EL bzw. Dieselkraftstoff können daher durch katalytische Prozesse unlösliche Alterungsprodukte in Form von Sedimenten entstehen. Diese Sedimente führen zwangsläufig zu einer Erhöhung der Gesamtverschmutzung (nach DIN EN 12662), die wiederum durch Überladung des Filters zu Störungen in der Heizungsanlage führen kann.

Um das mögliche Alterungspotential von Mitteldestillaten zu bestimmen, wird in der Produktnorm (DIN 51603-1) die Bestimmung der thermischen Stabilität nach DIN 51371 und die Bestimmung der Lagerstabilität nach DIN 51471 festgelegt. Bei einer vollständigen Produktprüfung müssen beide Werte bestimmt und angegeben werden. Für die thermische Stabilität ist ein Maximalwert von 140 mg/kg vorgeschrieben.

Zur Bestimmung der thermischen Stabilität und der Lagerstabilität wird eine festgelegte Menge Heizöl EL bzw. Dieselkraftstoff filtriert, um den Referenzzustand zu bestimmen. Nach festgelegten Kriterien wird das Heizöl EL bzw. der Dieselkraftstoff künstlich gealtert und erneut filtriert. Die Menge dieses bei der Alterung entstandenen Filtrats abzüglich des Referenzzustandes ist ein Maß für die Stabilität des Heizöls bzw. des Dieselkraftstoffs.

Qualitätsprüfung: Stickstoff-Bestimmung

Bei der Verbrennung von Kraft- und Brennstoffen entstehen Stickoxide (NOx) als ungewollte Nebenprodukte.  Für die Hersteller von Verbrennungsanlagen ist es wichtig, den genauen Gehalt an chemisch gebundenem Stickstoff im Kraft- bzw. Brennstoff zu kennen um die Anforderungen der TA Luft (Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft) an die NOx-Emissionen einzuhalten.

Ein Verfahren zur Bestimmung des Gehaltes an gebundenem Stickstoff ist die Verbrennung mit anschließender Detektion durch einen Chemilumineszenzdetektor nach DIN-Norm DIN 51444.

Qualitätsprüfung: Oxidationsstabilität bei 110 °C (Rancimat)

Oxidationsstabilität bei 110 °C (Rancimat)

Da Pflanzenöle und deren umgeesterte Produkte - also Fettsäuremethylester - in der Regel eingeschränkt lagerstabil sind, ist die Oxidationsstabilität der Fettsäuremethylester (FAME) und deren Mischungen mit Mitteldestillaten ein wichtiges Kriterium für die Beurteilung der Qualität.

Zur Bestimmung der Stabilität wird durch die auf 110 °C aufgeheizte Probe ein Luftstrom geleitet. Dadurch wird ein beschleunigter Oxidationsprozess erzeugt. Die entstehenden flüchtigen Oxidationsproduke (z. B. Carbonsäuren) werden mit dem Luftstrom in ein Gefäß mit Wasser überführt und durch eine Leitfähigkeitsmesszelle detektiert. Anhand der Leitfähigkeitsmesswerte lässt sich die Induktionszeit - die Zeit bis zur Bildung der Oxidationsprodukte - bestimmen.

Das Verfahren kann für Fettsäuremethylester, Pflanzenöle und deren Mischungen mit Mitteldestillaten angewendet werden.


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